Archiv Seite 2

1.5 | Halle | „Halle/Saale Hauptbahnhof, Endstation.“ Den Naziaufmarsch am 01. Mai 2011 stoppen!

Naziaufmarsch am 1. Mai stoppen!

Aufruf des Zusammenschlusses antifaschistischer Gruppen in Halle zu Gegenaktivitäten anlässlich des Naziaufmarschs am ersten Mai:

Der 01. Mai – hierzulande seit 1933 der Tag der deutschen Arbeit – steht wieder bevor. Die ostdeutsche Naziszene hat sich für den von ihnen nun ausgerufenen Kampftag gegen EU-“Erweiterungsorgie“ und „Fremdarbeiterinvasion“ ausgerechnet Halle ausgesucht. Dort wollen sie dem nicht mal ernsthaft geplanten EU-Beitritt der Türkei entgegentreten, dem „Baustein der Raubtierkapitalisten in ihrem nächsten Globalisierungsvorhaben“. Nach ihrem Scheitern bei den Wahlen wollen die Nazis auf den hallischen Straßen verhindern, dass – man höre und staune – „weitere Millionen von Fremden in unser Land hereingelassen“ werden. (mehr…)

16.04./Plauen/Naziaufmarsch verhindern

Flyer

Am 16. April wollen Neonazis aus dem Umfeld der vogtländischen Neonazivereinigung „RNJ“ in Plauen einen Trauermarsch durchführen, um die Täterposition der Deutschen im zweiten Weltkrieg zu beschönigen und Deutsche als Opfer eines sogenannten „alliierten Bombenterrors“ darzustellen. Anlass ist die Bombardierung Plauens, welche sich am 10. April 2011 zum 66. Male jährt.

In Plauen konnten Nazis bisher ungestört ihre menschenfeindliche Propaganda verbreiten. Dies gilt es dieses Jahr zu verhindern. Im Februar 2011 wurde es zuletzt in Dresden deutlich: durch spektrenübergreifende Zusammenarbeit, entschlossenes Handeln und vielfältige Protestformen können Naziaufmärsche verhindert werden.

Das neu gegründete Bündnis „Plauen Nazifrei“ will mit unterschiedlichen Aktionsformen gegen den anstehenden Naziaufmarsch vorgehen. Wir, ein unabhängiger Zusammenschluss von Antifaschist_innen, unterstützen dies. Lasst uns mit allen Mitteln den Aufmarsch der Heulsusen und Trauerklöße verhindern!

Am 16. April 2011, dem 66. Jahrestag der Befreiung Plauens, wollen wir uns der Instrumentalisierung dieses historischen Ereignisses durch Neonazis in den Weg stellen und die Befreiung von Nazideutschland durch Alliierte entsprechend würdigen.

Unter dem Motto „Heul doch, Nazi“ werden wir den Opfermythos der Nazis auch auf kreativen Wege angreifen!

Beteiligt euch zahlreich an den Gegenaktivitäten!

Infos zu geplanten Gegenaktionen (Anreise, Treffpunkte, EA und Ticker) gibts in Kürze auf:
http://agv.blogsport.de/
http://www.plauen-nazifrei.de/

13.2|Dresden-Neustadt|Licht aus!

Licht aus! - 13. Februar ab 10:00 Dresden-Neustadt

Für alle, die am 13. Februar dem bürgerlichen Geschichtsrevisionismus in Dresden eine klare Absage erteilen wollen, wird es eine Kundgebung unter dem Motto „Gegen jeden Geschichtsrevisionismus“ am Sonntag, den 13.02. ab 10:00 in der Dresdner Neustadt (Bautzner Straße/Alaunstraße) geben. Gerade im Kontext des Jahrestages der Bombardierung Dresdens kann nur gefordert werden „Licht aus!“ für den Spirit Of Dresden:

Am 13. Februar 2011 werden sich an verschiedenen Orten in Dresden Geschichtsrevisionisten versammeln, Nazis aber auch „ehrbare Bürger“, um an die Opfer der alliierten Bombardierung zu erinnern und ihre „Trauer“ zu zelebrieren. Bürgerliches Gedenken und Nazitrauermärsche sind nicht dasselbe. Sie unterscheiden sich in ihren Motiven, in ihren Worten und Taten. Aber gleichsam verdrehen sie die Geschichte. Wir rufen dazu auf, sich am 13. Februar jedem Geschichtsrevisionismus entgegenzustellen.

(mehr…)

Damit’s mal richtig sitzt – Antifaschistische Demonstration am 5. März 2011 in Chemnitz

Damit\'s mal richtig sitzt - Antifa-Demo am 5. März 2011
Polizeiliche Repression gegen Antifaschist_innen, eine zahnlose bürgerliche Demonstration und durch die Stadt ziehende Geschichtsrevisionisten/-innen und Antisemiten/-innen – Grund genug auf die Straße zu gehen!

Start um 11:00 Uhr am AJZ Chemnitz (Chemnitztalstraße 54)

Jährlich marschieren am 5. März, dem Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz 1945, mehrere hundert Neonazis auf. Dies wird zum Anlass genommen einen städtischen Ausnahmezustand sowie einen zivilgesellschaftlichen Aufstand auszurufen. Eine Stadt mit dem Wunsch, neben der Universität und der Beherbergung der ältesten Bewohner_innenschaft Europas, Technikcampus-Firmen und Fachkräfte anzulocken, benötigt ein weltoffenes, friedliches und tolerantes Image. Ganz im Sinne moderner Bürgerlichkeit schreiten Demokratiebewegte jedes Jahr gegen Nazis und für Frieden ein. Leider normal ist dabei das Zusammenspiel von sogenannter Zivilgesellschaft, die die Stadt im antifaschistischen Massenspektakel verteidigen wollen, und städtischer Verwaltung und Polizei, die darum bemüht sind alles in geordnete Bahnen zu lenken.
Die geschätzten Kolleg_innen der Chemnitzer Wachtmeisterei waren immer vor Ort, um dafür zu sorgen, dass neben zivilgesellschaftlich-kommunalen Unmutsbekundungen ein reibungsloser Ablauf der Nazi-Aktionen möglich ist. Gegen einen Großteil derer, die dem neonazistischen Gedenken etwas entgegenzusetzen versuchten, steigerte sich von Jahr zu Jahr der Repressionsdruck. Die Chemnitzer Bereitschaftspolizei fiel dabei wiederholt wegen ihres aggressiven oder schlicht vorzivilisatorischen Verhaltens auf. Das Bild vom Gruppenführer, der seine abgerichteten und wild gewordenen Beamten gerade noch unter Kontrolle hat, ist ein bekanntes Motiv.
Am 5. März 2011 gilt es zu intervenieren, um den Frieden im Rahmen des Gedenkens sowie die Ordnung im Umgang mit Neonazis in der Stadt aufzukündigen!
(mehr…)

Die linke Formierung

Ein Text von Antifaschistische Gruppe Freiberg

„[D]ie Entscheidung ist gefallen. Für den 19. Februar 2011 gibt es die Großmobilisierung zu Massenblockaden nach Dresden.“ Dass man vor diesem Spektakel, bei dem das Gros der Teilnehmenden an den unheimlichen Aufmarsch der ML-Zombies auf der LLL-Demo beinahe heranreicht, besser Reißaus nehmen sollte, möchten wir im Folgenden versuchen darzulegen.

Der Fluch des Superlativs!!!

Großmobilisierung; Massenblockaden; Event; Europas größter Naziaufmarsch; endgültig Geschichte werden zu lassen; bundesweit; auf jeden Fall zu verhindern; können und werden wir nicht; öffentlichkeitswirksam; aktiv werden; Aktionstag; trommelt alle eure Freunde zusammen usw. usf. Diese Sprache spricht Bände. Man braucht nicht erst Victor Klemperers L.T.I. zu lesen, um den Tatendrang, die Kraft und den superlativierten Sinn zu erkennen, mit denen bei no pasarán und Dresden-Nazifrei Politik gemacht wird: Mit einer Sprache, die schon von ihrer Struktur her auf etwas verweist, das zum Fürchten ist. Welch autoritärer Gestus muss in den Köpfen der Menschen herrschen, die die überwiegende Zahl ihrer Ergüsse mit Ausrufezeichen beenden und für die es Höchstleistungen darstellt, Sätze zu formulieren. Sätze, die diese Bezeichnung verdienen und vom Jargon emanzipiert ohne Verlautbarungen der Entschlossenheit und Versicherungen der eigenen, gemeinsamen Identität auskommen. Sätze also, die Inhalt, oder im höchsten aller Fälle gar Kritik, transportieren. (mehr…)

Dresdner Denkmal Stories – Widersprüche zwischen Wiederaufbau und Opferidentität

dresden denkmal

Lange Zeit hatte Dresden einen sehr markanten Ort der an die Bombardierungen vom 13. und 14. Februar 1945 erinnerte. Die Ruine der Frauenkirche, zum Zeitpunkt des Einsturzes »Dom der Deutschen Christen«, war ein weithin bekanntes Zeichen, dass das Ergebnis des 2. Weltkrieg auf den Punkt brachte: das nationalsozialistische Deutschland hat verloren. Die Ruine stand symbolisch für die Wunden der Deutschen und war damit prädestiniert für ihre Opferinszenierungen. Der mit der Wiedervereinigung aufgekommenen »Wir sind wieder wer«-Rhetorik passte sie jedoch nicht in den Kram. Der Wiederherstellung der vollumfänglichen Souveränität Deutschlands musste auch architektonisch Rechnung getragen werden. Entsprechend wurde der Wiederaufbau in beeindruckendem Tempo vorangetrieben und als Projekt von nationaler Bedeutung inszeniert. Mittlerweile ist nahezu die gesamte Dresdner Altstadt mit Rekonstruktionen von Barockfassaden überfüllt: die Innenstadt gleicht einem großen Museumsdorf, das jeden historischen Bezug zum Nationalsozialismus und dessen Niederschlagung vergessen und stattdessen eine kitschig-romantische, »rückwärts gewandte ‚Utopie‘«[1] stark macht. Das mag etwa die Barockfundamentalist_innen der »Gesellschaft historischer Neumarkt« glücklich stimmen, bereitet aber dem 13. Februar-Gedenken ernste Probleme. Dass hier Krieg war, dass Dresden Ort eines »Kriegsverbrechen« gewesen sein soll, ist zumindest anhand der baulichen Substanz nicht mehr zu erkennen. Je mehr Dresden wiederaufgebaut wird, je bruchloser und glatter das geschieht, umso mehr verliert die Stadt ihre Opferidentität. Da diese aber zentral für das städtische Selbstverständnis ist, braucht es eine Form der Kompensation. Ein Denkmal muss her. Nicht irgendeines, sondern ein »würdiges, zentrales« muss es mindestens sein. Und so hält sich seit der Wiedereröffnung der Frauenkirche eine kontinuierlich geführte Diskussion um immer neue und wirklich würdige Denkmale. Dass bereits zahlreiche 13.Februar-Denkmale existieren, durchschnittlich eines pro Jahr eingeweiht wird, sorgt nicht für ein Abklingen der Forderung. Angetrieben vom Widerspruch zwischen Wiederaufbau einerseits und der möglichst eindrucksvollen Darstellung des Dresdner Leids anderseits, geht die Suche nach dem ultimativen Denkmal weiter. (mehr…)

Aufruf No pasaran: NAZIS BLOCKIEREN – EXTREMISMUSQUATSCH UND OPFERMYTHEN BEKÄMPFEN

dresden 2.11

Am 13. Februar 2010 haben wir in Dresden mit entschlossenen Blockadeaktionen den größten und wichtigsten Naziaufmarsch Europas in Dresden verhindert. Wir haben den Rahmen des symbolischen Protests verlassen und mit der Aktionsform Massenblockade den kollektiven Ungehorsam auch nach Dresden getragen. Mit Tausenden von Menschen, haben wir den Ort der Auftaktkundgebung der Nazis umzingelt und konnten so den Naziaufmarsch verhindern. Die Nazis mussten völlig frustriert die Heimreise antreten.

Auch im kommenden Februar werden wir den geplanten Naziaufmarsch in Dresden verhindern. Dazu werden wir wieder mit Tausenden von Menschen Massenblockaden errichten und mit allen solidarisch sein, die unser Ziel der Verhinderung des Aufmarsches teilen.

Der alljährlich als Trauermarsch inszenierte Großaufmarsch stellt mit zuletzt über 6.000 TeilnehmerInnen den größten Naziaufmarsch Europas dar. Aber er ist nicht nur wegen seiner Größe relevant, sondern auch wegen seiner Ausstrahlungswirkung ins europäische Ausland und seiner Binnenwirkung in die verschiedenen, sonst oft zerstrittenen Spektren der Nazis. Autonome Nationalisten, NPD, DVU, der ganz rechte Rand von Burschenschaften und Verbänden sowie Nazis aus anderen europäischen Ländern kamen zusammen und konnten sich gemeinsam als mächtige Bewegung darstellen und erleben. (mehr…)

Geschichtsrevisionistischer Vortrag am 7.11.2010 im Landgut Großrückerswalde

Verkaufsoffener Sonntag auf dem Landgut Großrückerswalde am 7.11.2010

Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen und verkaufsoffene Sonntage kommen wieder mal öfters vor in dieser Jahreszeit.. Auch die Menschen des Landgut Großrückerswalde1 dachten sich: „Hey, is doch keine blöde Idee und da wir schon dabei sind, erweiteren wir gleich unser Angebot.“ Gesagt, getan und neben Fleisch von Bison, Ziege, Schaf, Wild, Rind und Schwein
kam auch die alte Wüstenratte Rudolf Schneider auf die Theke. Herr Schneider seinerseits ehemahliger Soldat im deutschen Afrikakorp und Fahrer vom Wüstenfuchs höchstpersönlich verbrachte die Blüte seiner Jugend im Sandkasten Nordafrikas um die bösen und gemeinen Britten beim Sandburgen bauen zu stören. Naja, wer nichts besseres zu tun hat.
Trotzdem fanden sich ca. 100 Teilnehmer im Landgut ein, um sich zu dieser kühlen Jahreszeit ein bißchen das Herz an den Mordsgeschichten der Jahre 1941 bis 1943 zu erwärmen, wie schön Krieg, die Kameradschaft, der fehlende Arm, das Bluten, das Schreien, Töten und Sterben ist.

Mensch kann sich eigentlich nichts besseres am sonnigen Mittelmeer an den Stränden Nordafrikas vorstellen.

Zu guter Letzt noch ein Zitat das uns einmal ein sogeannter deutscher Weltkriegsveteran gesagt hat, auch wenn es vielleicht nicht zur Klimazone passt:

„Ein paar Tage Stalingrad und sie wären alle geheilt“

  1. Landgut Großrückerswalde Agrargenossenschaft e.G Wüstenschlette 1a 09518 Großrückerswalde [zurück]

„Wirksamste Instrumente der deutschen Außenpolitik“ – Die weltweite Einflussarbeit der parteinahen Stiftungen

25.11.

Vortrag und Diskussion mit Jörg Kronauer

Sie seien die „wirksamsten Instrumente der deutschen Außenpolitik“, urteilteeinst anerkennend der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog. Die Rede ist von den parteinahen Stiftungen wie etwa der Konrad-Adenauer- (CDU) oder der Friedrich-Ebert- Stiftung (SPD), die – mit hohen Beträgen aus staatlichen Haushalten finanziert – über ihre Auslandsbüros in aller Welt Einfluss ausüben. Sie werben um Verständnis für Putschisten wie jüngst in Honduras (Friedrich- Naumann-Stiftung, FDP), unterstützen antichinesische Milieus in Tibet (Heinrich-Böll-Stiftung, Bündnis 90/Die Grünen) oder arbeiten völkischen Kräften in Ungarn zu, die Auseinandersetzungen mit Nachbarstaaten provozieren (Hanns-Seidel-Stiftung, CSU). Im Ausland ruft die Arbeit der Parteienstiftungen immer wieder Proteste hervor, im Inland wird sie hingegen wenig beachtet – obwohl sie erhebliche Bedeutung für die weltweite Steigerung deutscher Macht besitzt. Der Vortrag gibt anhand konkreter Beispiele einen Überblick über die Aktivitäten der parteinahen Stiftungen und ihre Dienste für die inoffizielle Berliner Außenpolitik.

mehr Infos:roter-weg.de

Die Innenministerkonferenz unsicher machen!


flyer 13.11._19.11.

BUNDESWEITE DEMONSTRATIONEN UND AKTIONSTAGE
13. – 19. November 2010
Gegen die Innenministerkonferenz, rassistische Flüchtlingspolitik, staatliche Repression und innere Sicherheitsdiskurse

IMK versenken!

UnSicher?
Die Innenministerkonferenz (IMK) ist eine seit 1954 regelmäßig stattfindende Konferenz der Innenminister (es sind tatsächlich nur Männer) und –senator_innen der deutschen Bundesländer unter Beteiligung verschiedener Sicherheits-, Verfassungsschutz- und Polizeiorgane, wie das LKA. An bestimmten Arbeitskreisen, die die Konferenz vorbereiten, nehmen zudem die Präsidenten des Bundeskriminalamtes, der Polizeilichen Führungsakademie und des Bundesverfassungsschutzes teil. Bei den Treffen stehen Themen rund um die Begriffe „Innere Sicherheit“, „Ausländerrecht“, „Verfassungsschutz- und Polizeiangelegenheiten“, „Bekämpfung des Terrorismus“, „Gefahrenabwehr“ oder auch „Linksextremismus“ im Vordergrund. (mehr…)




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: