Archiv für Februar 2010

Offenes Antifaschistisches Plenum 2.0 – 2. März 2010

Sehr geehrte FreundInnen des Antifaschismus und anderweitiger Gesellschaftskritik,
am 02. März 2010 wird das „Offene Antifaschistische Plenum (OAP)“ in die zweite Runde gehen. In Anbetracht des Brandanschlag am 14. Februar 2010 auf das Dönergeschäft „Istanbul“ in Zschopau soll diesmal der Themenschwerpunkt Rassismus bzw. Alltagsrassismus unsererseits im Mittelpunkt stehen. Natürlich können auch andere Themen besprochen und diskutiert werden.

Beginn ist wieder 18 Uhr, aber diesmal trifft mensch sich im AZ Dorftrottel in Waldkirchen.
Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und Interesse.

Mit antifaschistischem Gruß
Euer Emanzipatorischer Progress Mittleres Erzgebirge

„Fahrtwind“

Hat es doch der Westerzgebirgische Nazipöbel und Konsorten tatsächlich geschafft gleich 2 Busse vom „Reisedienst Grunert“ aus Thermalbad Wiesenbad mit rechten Dumpfbacken voll zu stopfen und sich nach Dresden zur volksgemeinschaftlichen Zusammenkunft der Deutschen fahren zu lassen. Um für den Naziopa und die Nazioma zu „trauern“ versteht sich. Doch anstatt zum Neustädter Bahnhof (der offizielle Nazitreffpunkt) zu fahren, wurde einer der beiden Busse quer durch die Dresdner Neustadt geschickt. Schuld daran sei die Polizei gewesen: „..dann hat uns aber de Bollizei falsch gelaitet…“.*
So kam es dann auch, dass dieser von Antifas angegriffen und teilweise entglast wurde. (Reise-)Führer und temporärer Pressesprecher Dennis Neubert, aus Großrückerswalde, im weiteren dann zu einem Reporter von Spiegel TV: „Wir wullten eigentlich bei dehm Drauermarsch mihtmachn…“.* Später beschwert sich der NPD Gemeinderat über die Polizei, die angeblich die Nasen „natürlich genau hier hinten in so `nen Pulk Schwarzer reingejacht“* haben soll. Im ausgebremsten Nazihäuflein war auch Markus Szallies, Inhaber des Annaberger Naziladen Phönix.

ana bus

Im zweiten Reisebus befanden sich ebenfalls german Bockwürste, die dem Label „Nationale Sozialisten Erzgebirge“ zuzurechnen sind. So saß laut ARTe der Jungnazi Mike F. aus Oelsnitz/E. ganz vorn im Bus. Auch Mathias „last man standing“ Seifert REP-Gemeinderat aus Burkhardsdorf kam mit seiner hässlichen für Fliesenleger wohl typischen Mütze zu Wort. Er gab nicht nur dem „Finanzkapital“ die Schuld am 2. Weltkrieg sondern relativierte auch die Shoah gleich mit.

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blaue Mütze: Christian W. aus Lugau ebenfalls dem Label „Nationale Sozialisten Erzgebirge“ zuzurechnen als Ordner

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mit Brille: Markus M.aus Erlbach Kirchberg ebenfalls dem Label „Nationale Sozialisten Erzgebirge“ zuzurechnen als Ordner

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links mit Brille: Stefan Hartung aus Bad Schlema NPD Kreis -und Gemeinderat sowie Stützpunktleiter der lokalen JN

rechts mit bunter Mütze: Rico Hentschel aus Annaberg-B. NPD Kreis -und Stadtrat

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mit Brille: Timo Mohr NPD-Kandidat zu den Kreistagswahlen vom 8.Juni 2008

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blau schwarze Kapuzen: Dennis S. „dor Abschiebemann“ aus Annaberg-B.

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Bildmitte: Mathias „last man standing“ Seifert aus Burkhardsdorf REP-Gemeinderat

Die Heimreise der erzgebirgischen Sauerkrautfresser gestaltete sich wohl recht schwierig, denn mit kaputten Scheiben durfte der Bus so nicht zurück fahren. Doppelt gut wenn dann auch noch Björn Eichhorn im „Gleis 3“ weniger zahlende Stammgäste hatte. Der kaputte Bus vom „Reisedienst Grunert“, welcher in Annaberg-Buchholz auch im öffentlichen Nahverkehr fährt, kam dort erst Mittwoch Nachmittag an.

Dummheit muss bestraft werden! Wir sehen euch beim nächsten kleinen Stalingrad.

Trotz realitätsverzerrenden und kritikwürdigen Äußerungen seitens der Sender,
hier die Videos dazu:

BBC

Spiegel TV

Bildquelle: http://recherche-ost.com

*Wir haben spaßeshalber versucht den erzgebirgischen Dialekt von Neubert im Original wiederzugeben.

Text von: http://aawe.blogsport.de/

Alerta Nazidemo in Aue!

Am Samstag den 20. Februar soll es in Aue eine Spontandemonstration geben. „…Demonstrationsrecht selbstständig wahrzunehmen und wenn nötig zu erkämpfen. Nämlich dort wo schon vor knapp 90 Jahren alles begann mit Stoßtrupps: nämlich auf der Strasse! Wir wissen das die Zeiten für uns nicht leichter werden, deswegen müssen wir eben härter werden.“ heißt es in einem Aufruf im Internet. Grund dafür sind wohl auch die verhinderten Nazidemos in Dresden und Leipzig. Weiter heißt es im rechten Aufruf: „Lasst uns alle gemeinsam radikal auf die Strasse gehen und diesem korrupten System die geballte Faust zeigen. Momentan gibt es noch keine offizielle Bestätigung von den zwei durch Antifabanden ermordeten Kameraden, sollte sich auch diese Meldung bestätigen werden wir zugleich den Opfern des roten Terrors trauern und die Wut in Widerstand umwandeln.“ Mobilisiert wird wohl im Dunstkreis der „Freien Kräfte“ bzw. der „Nationalen Sozialisten“, die vor allem dem militanten „Freien Netz“ oder dessen Umfeld zu zuordnen sind.

Also auf geht’s ab geht’s Naziaufmärsche stoppen!

Achtet auf aktuelle Ankündigungen.

Chemnitz Hbf|5.3.|16:00| Das Tränenmeer trocken legen – Wider den Chemnitzer Totenkult!

De­mons­tra­ti­on am 05.​03.​2010. Start: 16 Uhr Chem­nit­zer Haupt­bahn­hof.
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Am 5. März mar­schie­ren viele Chem­nit­zer_in­nen zum kol­lek­ti­ven Trau­ern auf. Ob nun bür­ger­li­cher Frie­dens­tag oder die Na­zi-​De­mons­tra­ti­on unter dem Motto „Die Opfer waren un­se­re Fa­mi­li­en“, es ver­ei­nen sich beide unter dem Deck­man­tel der Trau­er um die Deut­schen Opfer des Bom­ben­an­grif­fes der Al­li­ier­ten auf Chem­nitz.

Fragt sich nur: Wel­che Deut­schen Opfer? Chem­nit­zer Bür­ger_in­nen nah­men aktiv am Na­tio­nal­so­zia­lis­mus teil oder hat­ten nur ein sehr ge­rin­ges Be­dürf­nis, den sel­bi­gen wie­der los­zu­wer­den. So be­schreibt ein Au­gen­zeu­ge, wie ein grö­len­der Men­schen­auf­lauf an den Po­gro­men vom No­vem­ber 1938 teil­nahm. Noch bes­ser be­sucht war 1944 die all­ge­mei­ne Ver­ei­di­gung zum Volks­sturm, dem meh­re­re 10.​000 Men­schen bei­wohn­ten.

Mit einer De­mons­tra­ti­on möch­ten wir un­se­re Kri­tik an einem Ge­den­ken aus­drü­cken, wel­ches die Rolle der bom­bar­dier­ten Chem­nit­zer Be­völ­ke­rung im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus auf eine Op­fer­rol­le re­du­ziert. Wir po­si­tio­nie­ren uns gegen einen un­re­flek­tier­ten Frie­dens­be­griff, der deut­sche Groß­machts­in­ter­es­sen aus­blen­det oder sich in stu­rer Tra­di­ti­on an den er­zwun­gen Frie­den von 1945 an­lehnt.1
Wer mit der Ge­schich­te ab­schlie­ßen möch­te, kann keine Lehre aus ihr zie­hen und fin­det sich im Schul­ter­schluss zu be­ken­nen­den Ge­schichts­re­vi­sio­nis­t_in­nen wie­der. Die­ses Ver­hal­ten ent­zieht sich auf meh­re­ren Wegen jeder his­to­ri­schen Ver­ant­wor­tung und An­er­ken­nung der deut­schen Schuld am Zwei­ten Welt­krieg und dem Shoah.

Gegen Nazis und Ge­schichts­re­vi­sio­nis­t_in­nen.
Deut­sche Tä­ter_in­nen sind keine Opfer!

Das Trä­nen­meer tro­cken legen – Kri­tik am Chem­nit­zer To­ten­kult [Aus­führ­li­che­re Kri­tik]

Antifaschistische Aktion Karl-Marx-Stadt

  1. Ur­sprüng­li­che Fas­sung: „Ge­nau­so wol­len wir uns gegen frie­dens­be­weg­te Grup­pen po­si­tio­nie­ren, die schein­bar nur Frie­den for­dern, weil es mit der deut­schen Welt­herr­schaft nicht ge­klappt hat.“ Auf­grund die­ser For­mu­lie­rung kam es zu Miss­ver­ständ­nis­sen oder wir wur­den ge­zielt miss­ver­stan­den. Diese neue For­mu­lie­rung prä­zi­siert damit un­se­re Mei­nung. [zurück]



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