Archiv für November 2009

Kundgebung gegen Naziladen Oseberg in Plauen

Am 27.11.2009 findet um 15 Uhr am Theaterplatz in Plauen eine Kundgebung gegen den neueröffneten Thor Steinar-Laden statt.

Kein Raum für rechten Lifestyle – Thor-Steinar-Laden Oseberg schließen!

Am 29.10.2009 öffnete im Plauner Einkaufszentrum „Kollonaden“ das Bekleidungsgeschäft „Oseberg“ erstmals seine Türen. Das unauffällige Aussehen des Ladens täuscht dabei über den wahren Hintergrund des Geschäfts hinweg – der Laden vertreibt Kleidung der rechtsextremen Marke „Thor Steinar“.

Thor Steinar – Mode aus dem braunen Sumpf.

Die Marke Thor Steinar wurde im Jahre 2002 von einer Person aus der rechten Szene ins Leben gerufen und entwickelte sich schnell zu einer der beliebtesten Szenemarken unter Neonazis. Spezifische Besonderheit von „Thor Steinar“ ist die Kombination von sportlichem Design und eindeutig neonazistischen Inhalten. So werden verschiedene Kollektionen mit dem Namen von SS-Divisionen oder Einheiten der SA geschmückt, andere wiederum verwenden Runen mit mythologischem Bezug, welche ebenfalls in der NS-Zeit Verbreitung fanden. Das alte Logo von Thor Steinar wurde im Jahre 2004 wegen seines eindeutigen Bezugs zu SS und SA verboten. Noch immer ordnet der Verfassungsschutz die Marke als rechtsextrem ein. Nach wie vor zählt Thor Steinar zu den beliebtesten Kleidungsstücken in der rechten Szene.

Dem rechten Lifestyle entgegentreten!

Mit dem „Oseberg“ hat die Marke „Thor Steinar“ nun einen Laden mitten im Zentrum Plauens eröffnet. Dieser Ort ist bewusst gewählt – die rechte Szene beansprucht ihren Raum in der Mitte der Gesellschaft und tritt immer offensiver auf. Die Eröffnung des „Oseberg“ lässt in Zukunft eine verstärkte Präsenz von Rassisten, Antisemiten und Nationalisten im Zentrum Plauens befürchten. Dies darf nicht hingenommen werden!

Für die sofortige Kündigung des „Thor Steinar“-Ladens „Oseberg“!
Keine Geschäfte mit Neonazis!

Mehr Informationen:
http://osebergdichtmachen.blogsport.de/

Traditionsbewusst

Wolkenstein steht wohl schon länger in enger Verbindung mit Deutschtum und Militär. So hat die Stadt eine Patenschaft mit der 6. Kompanie des Panzergrenadierbattaillons 371 in Marienberg.1Der damalige Reichshauptstellenleiter im Rassepolitischen Amt der NSDAP Wolfgang Knorr (1911–1940), stammte aus Wolkenstein.2 Jetzt, seit Mitte Oktober findet im Wolkensteiner Militärhistorischem Museum am Schloßplatz eine „Sonderaustellung“ über „Schutztruppler der ehem. deutschen Kolonien – Deutsch-Südwestafrika“(Anm. das heutige Namibia) statt. Organisiert wurde die Ausstellung vom „Förderverein Militärhistorisches Museum Wolkenstein e.V.“ und des „Arbeitskreises Sächsische Militärgeschichte e.V. Dresden“. Laut dem Förderverein stellen „persönliche Schicksale von Menschen aus dem Erzgebirge“ welche damals „im aktiven Militär- und Polizeidienst“ waren einen „besonderen Schwerpunkt“ dar.3 Dabei handelt es sich nicht um eine harmlose Ausstellung mit Orden, Waffen, Uniformen und Fotografien von militärischen Einheiten in den deutschen Kolonien Afrikas von 1891 bis 1918. Nicht nur Kolonialnostalgiker_innen und Kolonialgeschichtsrevisionist_innen aus dem Erzgebirge werden beim frequentieren der rechtslastigen Ausstellung ins Schwärmen kommen.

Ausgelassen wird, dass Angehörige der „Schutztruppen“ sich an dutzenden Massakern und Aufstandsniederschlagungen an den, gegen ihren Willen Kolonisierten und Ausgebeuteten, beteiltigten. Gräueltaten werden zu deutschen „Heldentaten“ verklärt. Das aber diesen gerade in Namibia zehntausende Hereros und Namas zum Opfer fielen wird ebenfalls ausgelassen. Der erste Genozid im 20. Jahrhundert zielte auf die vollständige Vernichtung der Herero ab. „Ich glaube, dass die Nation als solche vernichtet werden muß […]“4 so der damalige deutsche Generalleutnant Lothar von Trotha. Auf der Homepage des Vereins aus Wolkenstein wird hingegen gejammert, dass „eines der geschichtsträchtigsten Symbole des Landes Namibia – Der Reiter von Südwest – in Windhuk von seinem angestammten Platz aus ideologischen Gründen verschwinden soll.“5 Ein geschichtsrevisionistisches „Reiterdenkmal“, welches an die deutschen „Opfer“ errinnern soll.

Hier ist eine inhaltliche Kritik mit deutschem Kolonialismus, Rassismus und Geschichtsrevisionismus wichtiger und richtiger als eine „Nüchtern und ohne ideologische Scheuklappen“ gezeigte Ausstellung über „Schutztruppler der ehem. deutschen Kolonien – Deutsch-Südwestafrika“!6

Autonome Antifa November 2009

  1. www.de.wikipedia.org/wiki/Wolkenstein_%28Erzgebirge%29 [zurück]
  2. www.de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Knorr [zurück]
  3. www.ambrossgut.com/mhm/SOA/index.htm (Kopie liegt vor) [zurück]
  4. Brief an Generalstabschef Graf von Schlieffen [zurück]
  5. www.ambrossgut.com/mhm/SOA/index.htm (Kopie liegt vor) [zurück]
  6. www.ambrossgut.com/mhm/SOA/index.htm (Kopie liegt vor) [zurück]

AJZ Chemnitz bleibt

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FIGHT FOR YOUR RIGHT TO PARTY
Demonstration für die Erhaltung des AJZ Chemnitz am 24.11.2009

„Ist es denn wirklich so drastisch?“

Das größte soziokulturelle Jugendzentrum der Stadt Chemnitz, seit knapp 20 Jahren einer der bedeutendsten Träger von Ju­gend- und Kulturarbeit in Sachsen, ist in akuter Gefahr. Das Jugendamt Chemnitz hatte in einem Gespräch mit dem Vorstand des AJZ am 28.10.2009 drastische Kürzungen an­gekündigt. Die Pläne der Stadt sehen Kürzungen im Stammhaus und bei einem vom Verein betriebenen Jugendklub im Stadtteil Brühl vor. Jegliche Kürzung, die das Stammhaus betrifft, ist derzeit ex­istenzbedrohend. Aktuell wird das Haus mit 2,5 Stellen aus der Jugendhilfe der Stadt getragen. Die Kürzung dieser ohne­hin schon äußerst knappen Stellen und Mittel um eine ganze Stelle ist fachlich und hinsichtlich der Betriebskosten finanziell nicht mehr kompensierbar. Doch die Pläne gehen noch weiter: Im Haushaltsjahr 2010, so das Jugendamt, sollen keine Gelder mehr für das vom AJZ e.V. betriebene Kinder- und Jugendhaus „Benario“ im Stadtgebiet Brühl zur Verfügung stehen, was die Schließung des an diesem sozialen Brennpunkt dringend benötigten Klubs bedeuten würde. Trotz der Beteuerungen der Stadt, das AJZ erhalten zu wol­len, ist das Fortbestehen nicht sicher. Die Stadt kann uns nicht schließen aber finanziell ruinieren. (mehr…)

Zschopau, 9.11.2009: Ausstellung „Kleine und große Helden im Raum Zschopau – Einsatz für Demokratie und Freiheit

Zum falschen Gedenken an den Mauerfall 1989

Das Jahr 2009 stellt ein Jahr deutscher Jubiläen dar, darunter der 60. „Geburtstag“ der Bundesrepublik sowie die deutsche Wiedervereinigung vor 20 Jahren. Aus diesem Anlass finden zahlreiche Feierlichkeiten statt: so auch am 9. November 2009 in Zschopau.

Im Schloss Wildeck wird vom Gymnasium Zschopau und dem CDU – Abgeordneten im Landtag Prof. Dr. Günther Schneider zur „Feierstunde“1 zum „Gedenken an die friedliche Revolution“2 aufgerufen.(Der Umstand, dass sich am 9.11.1938 auch die Reichsprogromnacht jährt, findet keinerlei Erwähnung.) Dabei werden SchülerInnenarbeiten, die durch die Beleuchtung verschiedener Schicksale von Menschen, die sich gegen das System der DDR auflehnten, indirekt Kritik am Realsozialismus der DDR üben, zu einem Zweck instrumentalisiert, der einen positiven Bezug zu Deutschland schaffen soll. Hierbei ist zu sagen, dass eine Kritik am real existierenden Sozialismus, dem mit dem theoretischen Sozialismus sehr wenig bis gar nichts verbindet, in jedem Fall gerechtfertigt ist, solang dadurch die BRD nicht beschönigt und die historischen Geschehnisse nicht relativiert werden. (mehr…)

Zschopau, 3.11.2009: Stolpersteine erinnern an Opfer antisemitischer Verbrechen

Seit gestern (3.November 2009) erinnern in Zschopau drei Stolpersteine an das Schicksal der jüdischen Familie Motulski im Nationalsozialismus. Über 100 BesucherInnen unterstützen die Veranstaltung zur Legung der Steine durch ihre Anwesenheit und wohnten somit dem Kunstprojekt von Gunter Demnig bei.

Die EPME solidarisiert/e sich mit diesem Vorhaben in Form eines Transpis(siehe 2. Bild) und dem nachfolgenden Flugblatt: (mehr…)

Antifa Action Day | 14.11.2009 | JH Rosswein

Am 14. November lädt der Treibhaus e.V. zum Antifa Action Day 2009 in das Jugendhaus Rosswein ein.
Es wird viele Vorträge, Workshops und gute Musik geben.


Kritik und Krise : Veranstaltungsreihe in Freiberg

Im Dezember lädt die alternative Stadtzeitung FreibÄrger zu zwei Vortragsveranstaltungen in die neuen Räumlichkeiten des soziokulturellen Vereins Roter-Weg e.V. ein. Die Referate sind der Auftakt zu regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen, die eine Einführung in verschiedene gesellschaftskritische Themen leisten sollen.

Termine:
10.12.09 – 19 Uhr – Roter Weg 43 – Freiberg
17.12.09 – 19 Uhr – Roter Weg 43 – Freiberg

(mehr…)




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